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Herstellungsverfahren von Lochblechen

Die fünf verschiedenen Herstellungsverfahren von Lochblechen

Lochbleche zählen zu der Gruppe der sog. Halbzeuge und sind somit vorgefertigte Rohmaterialien. Die Herstellungsverfahren unterscheiden sich in der Höhe der angefertigten Stückzahlen und den unterschiedlichen Lochbildern.

In der Industrie werden Lochbleche in Großserie von aufgewickelten Metallbändern oder –Drähten (sog. Coil), aus Tafeln oder als Einzelauftrag mit Sonderabmessung gefertigt. Eine nur noch selten genutzte Methode der Lochblechherstellung ist die Walzenperforation. Dabei drückt eine geformte Walze Löcher in das Material. Diese Variante ist für Mikroperforationen geeignet. Der Laser, Wasserstrahl oder das Brennschneiden sind sehr langsame und teure Möglichkeiten der Anfertigung und auch nur für geringe Stückzahlen geeignet. Die Löcher gelangen nämlich mittels eines Lasers etc. in die Platte. So können auch harte und dicke Werkstoffe, bei denen das Stanzen nicht möglich ist, perforiert werden.

Die am meist verbreiteten Verfahren zur Herstellung von Lochblechen

Eine der am meisten verbreiteten Verfahren ist die Breitpresse. Dabei handelt es sich um ein Gerät, das genau so breit ist wie das zu lochende Blech. Während eines Durchlaufes kann dieses Werkzeug eine gesamte Lochreihe bzw. sogar mehrere Reihen lochen. Durch diese Fertigkeit ist die Breitpresse für große Stückzahlen mit gleichem Lochbild sehr gut geeignet. Die Streifenpresse nimmt Lochungen nur abschnittweise vor. Sie locht also keine ganzen Reihen, sondern nur einzelne Löcher und ist somit für Sonderlochungen mit geringen Stückzahlen oder auch für schwierige Lochungen geeignet. Der Stanzautomat führt eine computergesteuerte Lochung durch, wodurch komplexe Lochbilder realisiert werden können.

RAL-Gütezeichen für hochwertige Lochbleche

Das Deutsche Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. RAL zeichnet mit dem Gütezeichen RAL-GZ 615 Lochbleche mit besonders hochwertiger Qualität aus. Zusätzlich definiert dieses Unternehmen die Anforderungen an Bleche aus warmgewalztem Stahl mit einer Zugfestigkeit bis zu 500 N/mm². Zu den Kriterien zählen die Einhaltung vorgegebener Toleranzen, die Exaktheit des Lochmusters, die Planheit der Lochplatte sowie die Genauigkeit der Weiterverarbeitungsstufen.

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